Damned Passion
Biographie

1964 erblickte der kleine Jens das Licht der Welt. Wie ein Engelchen sah er aus, mit weiß-goldenem Haar. In Bad Essen bei Osnabrück wuchs er auf. Doch das engelsgleiche Dasei schwand recht schnell, denn dort, wo er aufwuchs, konnte man nichts anderes machen, als sich irgendwelche "Flausen" einfallen zu lassen. Mit 14 hat er sich von einem Kumpel ein Tattoo mit einer umwickelten Nadel und Tinte "zupfen" lassen. Ein Jahr später entdeckte Jens seine Vorliebe für Punk-Rock. Sein Klamottenstil wurde immer fragwürdiger und die "Sex Pistols" waren alles für ihn.

Punk-Rock auf dem Land? Nein, das geht nicht. Also zog Jens 1984 in die "Gross"-Stadt nach Osnabrück. Kaum angekommen, nahm die farbige Körperkunst ihren Lauf. Das erste professionelle Tattoo wurde ihm verpaßt - dann noch eins, und noch eins, ... Er hauste in diversen Punk-WG's und die ewige Party bestimmte sein Leben. Anstatt mal arbeiten zu gehen, feierte Jens lieber mit Gleichgesinnten.

Seine Vorliebe für Horrorfilme inspirierten ihn sehr und so wurde er ein bizarrer Bastler. Seine Zimmer wurden spätestens alle halbe Jahr umgestaltet und er bastelte und baute sich immer schauriger werdende Bilder und Skulpturen. Seine mit 17 angefangene Tischlerlehre kam ihm dabei zugute. Bilder mit aufgeschlitzten, auf links gezogenen und mit Schläuchen verbundene Babypuppen und Teufelsfratzen verschönerten seine Wohnungen. Irgendwann begann er, Bühnenoutfits zu nähen, wie z.B. Latexhosen mit Puppen-Reliefteilen für eine Punk-Band. Er steckte viel Zeit und Mühe in seine Horroszenarien und ins Feiern.

Mit 30 bekam der inzwischen reichlich "bunte" Jens von seiner damaligen Freundin ein Tattooequipment zum Geburtstag geschenkt. Einige Tage später war es dann soweit: einer seiner Freunde musste dran glauben, denn Jens musste ja schließlich üben. Das sprach sich zunächst in Punk-Kreisen herum, und es wollten immer mehr Leute von ihm zum Üben gestochen werden - es kostete ja nichts. Von einer befreundeten Tätowiererin ließ er sich noch einige Tipps und Kniffe zeigen, und schon war er ein Insider, der für wenig Geld zu Hause tätowierte.

Da seine Mitbewohner nicht allzuviel vom Aufräumen und steriler Sauberkeit zu Hause hielten, baten sie ihn recht schnell, sich einen Laden anzumieten. Nach einigen Zweifeln und recht viel Schweiß eröffnete Jens dann schließlich am 01.10.1995 sein eigenes Tattoo-Studio "Damned Passion" an der Lotter Straße in Osnabrück. Dort arbeitet Jens auch noch heute - wer hätte das gedacht?